Welche Führerscheinklasse brauche ich? Fürs Auto ist es die Klasse B ab 18 (mit BF17 ab 17). Für Roller die AM ab 16, für 125er die A1, für stärkere Motorräder A2 und A. Mit B196 fährst du mit dem Auto-Führerschein auch 125er.
Die Frage nach der richtigen Klasse kommt meistens dann, wenn der erste konkrete Wunsch da ist: ein Auto, ein Roller, eine 125er. Die gute Nachricht: Für die meisten jungen Leute ist die Antwort einfach. Alles andere ist Spezialwissen, das du nur brauchst, wenn es zu deiner Situation passt.
Die wichtigsten Klassen im Überblick
| Klasse | Mindestalter | Was du fahren darfst |
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| AM | 15 oder 16 | Roller und Kleinkrafträder bis 45 km/h, bis 50 ccm |
| A1 | 16 | Leichtkrafträder bis 125 ccm und 11 kW |
| A2 | 18 | Krafträder bis 35 kW |
| A | 20 oder 24 | Motorräder ohne Leistungsbegrenzung |
| B | 18 (17 mit BF17) | Pkw bis 3,5 t, bis 8 Sitzplätze |
| BE | 18 | Pkw mit Anhänger über 750 kg |
| B196 | 25 + 5 Jahre B | 125er fahren mit Auto-Führerschein nach Schulung |
Die Tabelle zeigt die Grundregeln. Bei den Motorradklassen gibt es Aufstiegswege: Wer zwei Jahre A2 gefahren ist, kann mit 20 auf A aufsteigen, ohne die Prüfung komplett zu wiederholen.
Klasse B: Der Führerschein fürs Auto
Die Klasse B ist der Standard, sie deckt Pkw bis 3,5 Tonnen zG und bis zu acht Sitzplätze ab. Dazu gehören auch Wohnmobile bis 3,5 Tonnen und Anhänger bis 750 Kilogramm.
Mit 17 geht es über das Begleitete Fahren. Das bedeutet: Mit 17 die Prüfung machen, bis 18 nur mit eingetragener Begleitperson fahren, danach volle Berechtigung. Die Details stehen im Artikel zu BF17.
AM, A1, A2 und A: Die Motorrad-Welt
Klasse AM ist der Einstieg: Roller und Kleinkrafträder bis 45 km/h, zum Beispiel der klassische 50er-Roller. Damit bist du ab 16 unterwegs, ohne eine große Prüfung ablegen zu müssen. In einigen Bundesländern bereits ab 15 Jahren.
Klasse A1 erlaubt Leichtkrafträder bis 125 ccm und 11 kW. Die Prüfung ist machbar, viele fangen damit an und steigen später um.
Klasse A2 begrenzt auf 35 kW. Das ist die Klasse für alle, die ernsthaft Motorrad fahren wollen, aber noch nicht die volle Leistung brauchen.
Klasse A ist die unbeschränkte Motorrad-Fahrerlaubnis. Direkt bekommst du sie mit 24, mit zwei Jahren A2-Erfahrung schon mit 20.
B196: Die 125er für Auto-Fahrer
B196 ist keine eigene Klasse, sondern eine Erweiterung der Klasse B. Wer sie hat, darf Leichtkrafträder bis 125 ccm fahren, ohne eine Motorradprüfung abzulegen. Die Voraussetzungen:
- Mindestens 25 Jahre alt
- Seit mindestens fünf Jahren im Besitz der Klasse B
- Eine Schulung von 10×45 min Praxis und 3×90 min Theorie
- Die Schlüsselzahl 196 wird in den Führerschein eingetragen
Die Schulung ist kein Ersatz für eine Motorradausbildung, aber ein praxisnaher Einstieg. Für alle, die gelegentlich eine 125er fahren wollen, ist B196 die pragmatische Lösung.
BE: Auto mit schwerem Anhänger
Mit der Klasse B darfst du Anhänger bis 750 Kilogramm ziehen. Alles darüber braucht die Klasse BE. Typische Fälle: Pferdeanhänger, größere Wohnwagen oder Anhänger fürs Hobby.
Die Prüfung für BE ist überschaubar, wer sicher Auto fährt, lernt das Rangieren mit Anhänger schnell. Wer nur gelegentlich einen Anhänger braucht, kann sich die Klasse auch später noch nachholen.
Mofa und Prüfbescheinigung: Der Sonderfall
Mofas mit maximal 25 km/h brauchen keine Fahrerlaubnisklasse, sondern eine Prüfbescheinigung. Die gibt es ab 15 Jahren und sie ist deutlich günstiger und schneller als jeder Führerschein. Alles dazu steht im Artikel über die Mofa-Prüfbescheinigung.
Wie du die richtige Klasse findest
Stell dir zwei Fragen. Erstens: Was will ich konkret fahren? Zweitens: Wie alt bin ich? Damit ist die Antwort aus der Tabelle ablesbar.
Wer später umsteigen will, profitiert von den Aufstiegswegen. Die Klasse B ist dafür die beste Basis, denn viele Erweiterungen bauen auf ihr auf, von BE über B196 bis zu den Motorradklassen.
