Die wichtigste Neuerung betrifft die Schulung, mit der du von Automatik auf die volle Schalter-Berechtigung kommst – oft B197 genannt. Diese Regel bleibt, aber die Schulung dazu wird flexibler: Sie muss nicht mehr komplett auf der Straße stattfinden, ein großer Teil darf künftig auch am Simulator laufen. Das kann Zeit und Geld sparen. An der Grundidee – auf Automatik lernen und trotzdem Schalter fahren dürfen – ändert sich nichts.

Immer mehr Autos fahren automatisch, E-Autos sowieso. Viele lernen deshalb gleich auf Automatik – und fragen sich, ob sie später trotzdem einen Schaltwagen fahren dürfen. Genau hier kommt 2027 Bewegung rein.

Automatik lernen, Schalter fahren: die B197-Regel bleibt

Wenn du auf einem Automatikauto lernst und auch deine Prüfung darauf machst, bekommst du normalerweise einen Führerschein, der dich auf Automatik beschränkt. Mit der B197-Regel umgehst du das: Du lernst bequem auf Automatik, machst zusätzlich eine spezielle Schalt-Schulung mit einer kurzen Prüfungsfahrt – und darfst danach auch Schaltwagen fahren.

Diese Möglichkeit bleibt auch 2027 erhalten. Du musst dich also nicht zwischen dem entspannteren Lernen auf Automatik und der vollen Schalter-Berechtigung entscheiden – du kannst beides haben.

Das ändert sich: die Schalt-Schulung wird flexibler

Neu ist, wie diese Schalt-Schulung ablaufen darf. Bisher fand sie vor allem auf der Straße statt. Künftig gilt:

Wichtig: Hier geht es nur um diese spezielle Schalt-Schulung. Für deine normale Fahrausbildung gilt weiterhin, dass echte Fahrpraxis auf der Straße durch nichts zu ersetzen ist.

Was das für deine Kosten heißt

Genau hier liegt dein Vorteil. Reine Fahrstunden auf der Straße sind teuer. Wenn ein großer Teil der Schalt-Schulung am Simulator oder auf einem Übungsplatz stattfinden darf, kann das deutlich günstiger werden als sieben volle Stunden im Fahrschulauto. Auch deinen Terminkalender entlastet es, weil du nicht für jede Einheit ein Fahrschulauto im echten Verkehr brauchst.

Eine feste Ersparnis verspricht dir aber niemand seriös – wie viel es am Ende bringt, hängt davon ab, wie deine Fahrschule die Schulung gestaltet und was sie dafür verlangt. Frag deshalb gezielt nach, ob deine Fahrschule moderne Schulungsformate für die Schalt-Kompetenz anbietet – das kann sich für dich richtig lohnen.

Automatik oder Schalter – was zu dir passt

Die Grundentscheidung bleibt eine praktische. Beide Wege bringen dich ans Ziel, fühlen sich aber unterschiedlich an:

Stell dir ehrlich die Frage, welches Auto du in den nächsten Jahren wahrscheinlich fährst – das eigene oder das der Eltern. Daran kannst du deine Entscheidung gut ausrichten.

Was die Reform sonst für dich bringt – egal ob Automatik

Unabhängig vom Getriebe profitierst du von den allgemeinen Neuerungen. Es gibt keine starre Zahl an Pflichtstunden mehr – dein Fahrlehrer schaut auf dein tatsächliches Können. Wer schneller sicher fährt, ist schneller fertig; wer mehr Übung braucht, bekommt sie auch.

Dazu kommt der Prüfungsreife-Check: eine Generalprobe unter echten Bedingungen, bevor du zur Prüfung antrittst. Und die praktische Prüfung dauert mit 40 statt bisher 55 Minuten kürzer – bei gleichem Anspruch. Die Preise verschiedener Fahrschulen kannst du außerdem vorher im neuen öffentlichen Transparenzregister vergleichen.

Unser Tipp

Wenn du auf Automatik lernen willst, später aber Schalter fahren möchtest, ist die B197-Schulung dein Weg – und die wird jetzt flexibler und potenziell günstiger. Frag deine Fahrschule, ob sie dafür Simulator oder andere moderne Formate nutzt, und vergleich die Preise vorher im Register. So bekommst du die volle Berechtigung, ohne unnötig viel zu zahlen.